Interview
„Im Team steckt Qualität“
Neukirchs Bernd Filzinger bleibt realistisch
Bernd Filzinger (Foto: jgp) hat mit dem Fußball-A-Ligisten Neukirch einen Neustart gewagt. SZ-Mitarbeiter Jan Georg Plavec hat mit ihm über das Auf und Ab und die kommende Saison gesprochen.
SZ: Neukirch steht nach Ende der Hinrunde auf Platz acht. Sind Sie zufrieden mit dem bisherigen Saisonverlauf?
Bernd Filzinger: Unsere Konstanz ist die Unkonstanz. Wir entwickeln uns aber sehr gut, die Spieler bringen ihre Leistung und holen die entsprechenden Ergebnisse. Natürlich waren in der Hinrunde ein paar Spiele drin, die wir für uns hätten entscheiden können.
SZ: Wo liegen die Potenziale der Mannschaft?
Filzinger: Gegen tiefer stehende Teams tun wir uns schwer, dafür war ich daheim bis auf das Spiel gegen Meckenbeuren zufrieden. Leichter tun wir uns gegen Spitzenteams.
SZ: Das heißt, der Klassenerhalt ist geritzt?
Filzinger: Wir machen nicht den Fehler und sagen, wir sind schon durch. Im Team steckt Qualität. Aber es besteht immer die Gefahr, dass Spieler ausfallen. Wir müssen jedes Mal bis an die Grenze gehen.
SZ: Elf Punkte Vorsprung reichen nicht?
Filzinger: Die Tabelle ist aussagekräftig, aber wir haben uns das erarbeitet. Wenn wir Gas geben, können wir jeden schlagen. Wir müssen zum Beispiel gegen Nonnenhorn am Sonntag aufpassen, dass wir uns nicht zu sehr ausruhen.
SZ: Neukirchs Fußballer pendelten in der Vergangenheit zwischen Aufstiegsrennen und Abstiegskampf, dazu kamen einige Trainerwechsel. Stehen Sie für eine neue Kontinuität?
Filzinger: Kontinuität muss man auch sportlich sehen, auf die laufende Saison gemünzt. Wir waren bislang fast nie komplett. Gegen den FC fehlte Stürmer Peter Reihs. Das konnten wir im taktischen Verbund bisher kompensieren. Also ist das insofern schon ein Fortschritt gegenüber den vergangenen Jahren. Gut ist auch, dass die Mannschaft nur aus eigenen Leuten besteht. Wir kompensieren Ausfälle durch den Teamgeist.
SZ: Und Sie sind kommende Saison weiter TSV-Trainer?
Filzinger: Das Geschäft ist schnell- lebig. Aber im Moment gibt es keinen Grund, nicht weiterzumachen.

Abteilungsleiter Andreas Schmid & Trainer Bernd Filzinger sind einer Meinung





